Instrumente sicher verpacken & versenden

Der Verkauf ist abgeschlossen – jetzt entscheidet der Versand. Denn selbst das beste Instrument verliert an Wert, wenn es schlecht verpackt ankommt. Ob Gitarre, Bass oder Drum-Hardware: Sicheres Verpacken ist kein Hexenwerk, aber es folgt klaren Regeln. In diesem Guide erfährst du, wie du Instrumente transportsicher vorbereitest, typische Fehler vermeidest und dafür sorgst, dass dein Gear heil und stressfrei beim neuen Besitzer ankommt.

Warum richtige Verpackung so wichtig ist

Transporte bedeuten Stöße, Druck, Temperaturschwankungen und Vibrationen. Eine gute Verpackung:

  • schützt vor mechanischen Schäden

  • erhält Stimmung, Setup und Wert

  • reduziert Reklamationen und Stress

Kurz: Sie ist Teil eines fairen Verkaufs.


Grundregel Nr. 1: Bewegungen verhindern

Das wichtigste Ziel: Nichts darf sich im Karton bewegen. Jede Bewegung wird beim Transport vervielfacht.

Checkliste:

  • Instrument im Case/Gigbag fixieren

  • Hohlräume ausfüllen

  • Zubehör separat sichern


Gitarren & Bässe richtig verpacken

  1. Saiten entspannen (nicht komplett lösen)

  2. Hals abstützen (gefaltetes Papier/Polster unter den Hals)

  3. Instrument ins Case oder Gigbag

  4. Hohlräume füllen (Kopfplatte, Korpus)

  5. Case im Karton zentrieren

  6. Rundum polstern (mind. 5–8 cm)

👉 Pro-Tipp: Kopfplatte extra sichern – hier entstehen die meisten Schäden.


Akustikgitarren: Besonderheiten

  • Decke besonders empfindlich

  • keine harten Druckpunkte

  • stabile Kartons verwenden

  • Luftpolster + Papier kombinieren (kein loses Styropor)

Temperaturwechsel vermeiden – im Winter ggf. Versandzeit abstimmen.


Drums sicher versenden

Kessel:

  • Felle leicht entspannen

  • Spannreifen sichern

  • Kessel einzeln polstern

  • kleinere Toms in größere verschachteln (mit Trennpolster)

Snare & Hardware:

  • Snareteppich schützen

  • Hardware separat verpacken

  • scharfe Kanten abpolstern

Becken:

  • in Reihen stapeln

  • Zwischenlagen aus Karton

  • außen mit Luftpolster sichern


Kartons & Materialien: Das brauchst du

  • stabile, passende Kartons (keine Umzugskartons mit Schäden)

  • Luftpolsterfolie

  • Packpapier / Zeitung

  • Kantenschutz

  • starkes Paketband

💡 Faustregel: Lieber zu viel Polster als zu wenig.


Beschriften & Absichern

  • „Vorsicht Glas“ hilft – ist aber keine Garantie

  • Karton sauber verschließen (H-Form)

  • Versanddienstleister mit Sendungsverfolgung wählen

  • Versicherungssumme an den Warenwert anpassen

Fotos vom Verpackungsprozess sind Gold wert, falls es zu Rückfragen kommt.


Häufige Fehler vermeiden

  • Saiten komplett lösen (Hals ohne Spannung)

  • Instrument ohne Case verschicken

  • leere Hohlräume lassen

  • Zubehör lose beilegen

  • zu kleine oder weiche Kartons nutzen

Diese Fehler sind die häufigsten Schadensursachen.


Abholung vs. Versand

Bei sehr wertvollen Instrumenten kann persönliche Übergabe sinnvoll sein. Versand ist aber problemlos möglich – wenn sauber verpackt. Klare Absprachen mit dem Käufer schaffen Sicherheit auf beiden Seiten.


Versand auf spezialisierten Marktplätzen

Auf musikerfokussierten Plattformen sind Käufer und Verkäufer oft erfahrener im Umgang mit Instrumenten. Das erleichtert Absprachen zu Versand, Versicherung und Verpackung. re-drum.de bietet dafür einen transparenten Rahmen – für Drums und Gitarren.


Fazit

Sicherer Instrumentenversand ist Planung, nicht Glück. Wer Bewegungen verhindert, empfindliche Stellen schützt und hochwertig polstert, minimiert Risiken deutlich. Mit der richtigen Vorbereitung kommt dein Instrument heil, stimmstabil und wertgerecht an – und der Verkauf endet so professionell, wie er begonnen hat.

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