Neu oder gebraucht? Diese Frage stellt sich früher oder später jedem Drummer. re-Drum-Gründer Paul hat darauf eine klare Antwort: gebraucht. Warum? Weil du für dasselbe Budget deutlich bessere Qualität, reiferen Sound und langlebigere Materialien bekommst. Gerade auf dem Gebrauchtmarkt warten echte Profi-Drumsets darauf, weitergespielt zu werden.
Damit dein Kauf nicht zum Risiko wird, zeigen wir dir die vier entscheidenden Faktoren, mit denen du ein gebrauchtes Schlagzeug findest, das dich musikalisch wirklich weiterbringt.
Faktor 1: Der Hersteller – Qualität zahlt sich aus
Der Hersteller ist beim Schlagzeugkauf ein zentraler Punkt. Hochwertige Marken stehen für präzise Verarbeitung, konstante Qualität und einen stabilen Wiederverkaufswert. Genau deshalb fokussiert sich re-drum.de auf Markenschlagzeuge, die auch nach Jahren noch überzeugen.
Bewährte Hersteller sind unter anderem:
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Pearl
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Yamaha
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Sonor
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Ludwig
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Tama
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Gretsch
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DW / PDP
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Mapex
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Premier
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C&C
Diese Marken setzen auf hochwertige Hölzer, solide Hardware und zuverlässige Fertigung. Unser Tipp: Teste ruhig verschiedene Sets im Musikladen, um ein Gefühl für Größen und Sounds zu bekommen – und halte anschließend gezielt nach einem gebrauchten Modell Ausschau.
Faktor 2: Material & Zustand – genau hinschauen lohnt sich
Auch ein gutes Markenset sollte beim Gebrauchtkauf gründlich geprüft werden. Viele Mängel sind harmlos, andere können den Klang oder die Lebensdauer massiv beeinträchtigen. Wichtig: Stelle dem Verkäufer immer direkte Fragen zu Zustand, Nutzung und Verkaufsgrund.
Sichtbare Mängel
Achte besonders auf:
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Risse im Kessel
Ein klarer Ausschlussgrund. Reparaturen lohnen sich hier in der Regel nicht. -
Kratzer & Rost
Optische Mängel sind meist unkritisch und können sogar den Preis drücken – der Sound bleibt oft unbeeinflusst. -
Schlag- & Resonanzfelle
Stark abgespielte Felle musst du ersetzen. Plane dafür ca. 40–50 € pro Fell-Satz ein. Ein gut erhaltenes Resonanzfell ist ein Pluspunkt. -
Hardware
Fußmaschine, Hi-Hat, Stative und Spannmechaniken sollten leichtgängig, stabil und frei von Nebengeräuschen sein.
Versteckte Mängel
Hier ist besondere Vorsicht gefragt:
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Feuchtigkeitsschäden
Rostige Schrauben oder verfärbte Kesselinnenseiten deuten auf schlechte Lagerung hin – besser nicht kaufen. -
Haarrisse im Holz
Oft nur innen sichtbar, aber klanglich problematisch. -
Beschädigte Gratungen (Bearing Edges)
Unebene Gratungen verhindern sauberes Stimmen. Reparaturen sind teuer. -
Risse in Becken
Besonders tückisch: feine Risse in den Rillen. Achte auf ein rasselndes Sustain – im Zweifel lieber verzichten oder verhandeln.
Faktor 3: Sound – so testest du richtig
Der Sound entscheidet. Teste jede Trommel einzeln:
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Gibt es störende Obertöne?
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Klingt der Ton gleichmäßig aus?
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Gibt es Vibrationen oder Nebengeräusche?
Bedenke: Felle lassen sich tauschen – der Grundsound des Kessels bleibt.
Faktor 4: Ausstattung – ist alles dabei?
Ein vollständiges Set spart Zeit und Geld. Prüfe, ob enthalten sind:
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Bassdrum, Snare, Toms
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Hi-Hat, Beckenständer, Snareständer
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Fußmaschine
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Hocker, Spannreifen, Kleinteile
Extra-Tipp für Kinder:
Für junge Drummer eignen sich Bassdrums mit 18″–20″, Erwachsene fahren meist mit 20″–22″ am besten.
Fazit
Ein gebrauchtes Schlagzeug zu kaufen ist keine Kompromisslösung – sondern oft die beste Entscheidung für Sound, Budget und Nachhaltigkeit. Wer auf Hersteller, Zustand, Klang und Ausstattung achtet, findet Sets mit Charakter und Geschichte. Nimm dir Zeit, stelle Fragen und vertraue deinem Gehör. Plattformen wie re-drum.de bieten dafür eine sichere Umgebung, in der Musiker Instrumente an Musiker weitergeben.
Wenn alles passt, heißt es nur noch: aufbauen, stimmen – und losspielen.
